Trekking bei Regen – ein echter Herbst-Geheimtipp

Trekking – genauso wie alle anderen sportlichen Aktivitäten – tut dem Körper gut. Das gilt allerdings nicht nur bei Sonnenschein und warmen Temperaturen. Auch bei Regen und wenn es draußen frischer wird, ist Trekking eine gute Idee. Das hat nicht allein mit Gesundheitsvorteilen, sondern auch mit der besonderen Atmosphäre beim Regenwandern zu tun.

 

Trekking als Allwetter-Sport

An Trekking oder Outdoor-Aktivitäten im Allgemeinen denken die meisten nur dann, wenn es draußen sonnig ist. Das gilt sowohl für Sommertouren als auch für Ausflüge zum Schneeschuhwandern – Hauptsache, die Sonne scheint.

Allerdings muss das nicht sein. Schließlich gilt auch bei Outdoor-Aktivitäten das alte Sprichwort, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung gibt. Gerade im Herbst macht Trekking auch bei Regenwetter Spaß. Mehr noch: Bei Regen lassen sich selbst bekannte Trekkingtouren von einer völlig neuen Seite erleben. Und auch die Natur präsentiert bei Regen ganz neue, unbekannte Facetten.

Klar ist natürlich, dass es für eine Wanderung bei Regen aber mehr als nur einen passenden Trekkingrucksack braucht. So müssen neben der Einstellung beim Regen-Trekking auch regentaugliche Trekkingschuhe und einige Vorsichtsmaßnahmen her. Wer passend vorbereitet in sein Regenabenteuer startet, kann aber sicher sein, dass seine Wanderung nicht ins Wasser fällt.

 

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Bei Regen präsentiert sich die Natur ganz neu und faszinierend. (Abb.: pixabay.com / AdinaVoicu)

 

Darum macht Trekking auch bei Regen Spaß

In der Natur unterwegs zu sein, macht nicht nur bei Sonnenschein Spaß. Wer sich darauf einlässt, kann Berge und andere Naturlandschaften nämlich auch bei Regen hervorragend genießen. Oft macht das sogar noch mehr Spaß, als bei strahlendem Sonnenschein unterwegs zu sein:

  • Besondere Atmosphäre – vor einem wolkenverhangenen Himmel wirken sogar bekannte Landschaften neu und einzigartig. Auch altbekannte Lieblingsrouten entfalten bei Nebel oder Regen eine besondere, mystische Atmosphäre, die nur wenige kennen.
  • Neue Naturerlebnisse – wenn es regnet, zeigen sich nicht nur Landschaften von einer ganz neuen Seite. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit trägt außerdem dazu bei, dass es viele Tiere aus ihren Verstecken zieht. Bei einer Regenwanderung ergibt sich darum die oft die Möglichkeit, ansonsten „unsichtbare“ Tiere wie Salamander, Schnecken und viele weitere zu beobachten.
  • Einsamkeit genießen – wer beliebte Wanderrouten einmal ganz allein und in Ruhe genießen möchte, sollte bei Regen aufbrechen. Denn ist das Wetter vermeintlich schlecht, zieht es oft keine Mitwanderer nach draußen.
  • Besser durchatmen – wer bei Regen wandert, kann wirklich durchatmen. Die Regentropfen „waschen“ nämlich kleinste Schmutzpartikel aus der Luft. So lässt sich bei Regenwetter einmal wirklich frei atmen.

 

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Richtig ausgerüstet fällt eine Trekkingtour auch bei Regen nicht ins Wasser. (Abb.: pixabay.com / rottonara)

 

Die passende Ausrüstung für Ausflüge im Regen

Wer zu einer Regen-Trekkingtour aufbrechen möchte, braucht mehr als nur die richtige Einstellung. Damit die Tour nicht ins Wasser fällt, muss auch die richtige Ausrüstung her. Fehlt es an dieser, wird die Tour eher unangenehm statt vergnüglich.

Für eine angenehme und entspannte Trekkingtour im Regen sollten folgende Ausrüstungsgegenstände nicht fehlen:

  • Wasserdichte, feste Trekkingschuhe
  • Winddichte Regenjacke
  • Regendichte Überhose
  • Wasserdichte Hülle für den Trekkingrucksack

Was die Ausrüstungsgegenstände angeht, sind eine Regenjacke und wasserdichte Trekkingschuhe besonders wichtig. Die Schuhe sollten allerdings nicht nur wasserundurchlässig sein. Zusätzlich müssen sie eine absolut rutschfeste Sohle mitbringen. Andernfalls wird die Wanderung schnell zur gefährlichen Rutschpartie.

Bei Regenwetter ist ein eher rutschiger Untergrund keine Seltenheit. Zusätzlich zu rutschfesten Schuhen können darum auch Wanderstöcke eine echte Hilfe sein. Gerade dann, wenn es bergab geht, bieten die Stöcke Halt und Sicherheit. So ist zügiges, knieschonendes Fortkommen sogar bergab auch bei Regen kein Problem.

Eine verlässliche Regenjacke, die über eine Kapuze verfügt, ersetzt beim Trekking einen Schirm. Ein Schirm raubt nämlich gerade im Gelände jede Menge Bewegungsfreiheit und ist unpraktisch. Besser ist es daher, auf eine wasserdichte Jacke zu setzen. Sie hält Feuchtigkeit weitaus zuverlässiger vom Körper fern. Zu bedenken ist allerdings, dass auch durch die perfekte Regenjacke stets etwas Feuchtigkeit durchdringen kann. Sinnvoll ist es darum, eine warme Fleecejacke unter der Regenjacke zu tragen.

 

Welche Routen sind bei Regen machbar?

Viele Trekkingtouren machen auch bei Regen Spaß. Allerdings bedeutet das nicht, dass auch alle Routen gleichermaßen gut für eine Tour bei Regenwetter geeignet sind. So können einige, vielleicht sogar bei gutem Wetter einfache Touren bei Regen durchaus gefährlich werden. Das gilt aufgrund der bei Regen hohen Rutschgefahr insbesondere für Touren, die Anstiege oder Kletterpassagen einschließen.

Bei Regenwetter gilt es also, eher bekannte, weniger herausfordernde Touren zu wählen. Um rutschigen, aufgeweichten Boden zu meiden, sind Touren, die viele feste Wege einschließen, sinnvoll. Auch diese Strecken zeigen sich bei Regen in ganz neuem Licht und machen Spaß.

 

Vorsicht bei Gewitter

Auch bei einer bewusst geplanten Regenwanderung ist es wichtig, das Wetter im Auge zu behalten. Das gilt insbesondere dann, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Gewitter aufzieht. In diesem Fall ist es immer sicherer, zu Hause zu bleiben. Zumindest sollte aber eine Strecke gewählt werden, die nicht fernab der Zivilisation liegt. Ist das Aufziehen eines Gewitters denkbar, sollten auf dem Weg Einkehrmöglichkeiten oder zumindest überdachte Pausenplätze vorhanden sein.

Sinnvoll ist es außerdem, bei starkem Nebel besser auf die Tour zu verzichten. Nebel kann die Orientierung nämlich erschweren und so zur Gefahr werden.

 

Was tun, wenn das Gewitter plötzlich aufzieht?

Wie bereits gesehen, ist es dann, wenn sich ein Gewitter ankündigt, sinnvoller, daheim zu bleiben. Ist die Tour bereits in vollem Gange und zieht ein Gewitter überraschend auf, sollten folgende Unwetterregeln beachtet werden:

  • Bei Gewitter müssen große Freiflächen wie Felder und Wiesen gemieden werden.
  • Bei Blitz und Donner schnell einen sicheren, überdachten Unterstand suchen. Bäume dienen dabei nicht als sicherer Unterstand. Im Falle eines Blitzeinschlags kann sich hier Spannung übertragen. Außerdem werden herabfallende Äste ebenfalls gefährlich.
  • Während des Gewitters Metalle wie Handys oder Wanderstöcke möglichst ablegen. Im Falle eines Blitzeinschlags fördern Metalle Verbrennungen.

Lässt sich kein sicherer Unterstand während eines Gewitters finden, kann in einem geschlossenen Fahrzeug Schutz gesucht werden. Alternativ dazu hilft es ansonsten lediglich, sich unter einen Felsen oder in eine Senke zu hocken.

 

 

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