Jura & Drei-Seen-Land

Ein Nachbericht zum Foto-Workshop mit Bernd Ritschel

In Ausgabe 3/2016 rief das trekking-Magazin zusammen mit dem Jura & Drei-Seen-Land zur Teilnahme an einem zweitägigen Foto-Workshop mit dem renommierten Berg-Fotografen Bernd Ritschel auf. Der glückliche Gewinner war Jürgen Wagner aus Karlsruhe, den in der Westschweiz bleibende Eindrücke erwarteten.

Es muss Fügung gewesen sein, dass Jürgen Wagner als Gewinner des Foto-Wettbewerbs hervorgegangen ist: Als Mountainbiker ist er gerne in den Bergen unterwegs. Egal, wie steil die Bergtour ausfällt, seine Eindrücke hält er immer mit der Kamera fest. Mit großer Begeisterung probiert der Informatiker aus Karlsruhe verschiedene Einstellungen und Motive in der Natur aus. Mit den Tipps von Profi-Fotograf Bernd Ritschel möchte er seine Fotos nun optimieren.

Am 2. September 2016 beginnt für Jürgen Wagner und seine Ehefrau die Reise in dieWestschweiz. Neuchâtel (Neuenburg) imJura & Drei-Seen-Land ist ausgerechnet der Ort, den Julie Wagner bereits seit Kindheitstagen besuchen möchte. Beide erfüllen sich deshalb an nur einem Wochenende einen lang ersehnten Wunsch. Als JürgenWagner auf den Berg- und Outdoor-Fotograf Bernd Ritschel stößt, ist ihm die Vorfreude auf den Foto-Workshop sichtlich anzusehen. Sein Strahlen bemerken auch die zwei Reise-Bloggerinnen Katrin Lehr und Mandy Jochmann, die mit von der Partie sind und auf viel-unterwegs.de und gogirlrun.de über den Foto-Workshop im Jura & Drei-Seen-Land berichten.

Bei einem gemeinsamen Abendessen in der Altstadt von Neuchâtel lernen sich alle kennen. Ein stetiges Plätschern der vielen Brunnen dominiert das rege Treiben der mediterran anmutenden Stadt. Die Menschen hier in Neuchâtel sind lebensfroh, sitzen in den vielen Straßen-Cafés und Restaurants, trinken Wein oder Absinth und unterhalten sich lautstark auf Französisch. Zwischen den Sandsteinbauten, deren gelbliche Farbe durch die untergehende Sonne noch einmalmehr verstärkt wird, führen idyllische Gässchen aus Kopfsteinpflaster. Zurück im Hotel genießt die Gruppe noch die Aussicht auf den Neuenburger See mit einem unvergleichlichen Alpenpanorama im Hintergrund. Die landschaftlichen Aussichten sind vielversprechend.

Faszinierendes Foto-Revier

Die Region Jura & Drei-Seen-Land eignet sich hervorragend, um die Vielfalt der Natur fotografisch festzuhalten. Das findet auch der renommierte Berg- und Outdoorfotograf Bernd Ritschel, der für den Workshop die Schlucht Areuse und den Creux du Van als Foto-Location wählt. So beginnt der erste Tag also in der Schlucht Areuse. Der Fluss ist umrahmt von eindrucksvollen Felsen, die durch steinerne Brücken miteinander verbunden sind. Eine Kulisse, die sich hervorragend für variantenreiche Wasseraufnahmen am Fluss eignet. »Es war genau mein Wunsch, zu lernen, wie ich am besten Fließgewässer fotografiere«, erzählt Jürgen Wagner begeistert. In der Vergangenheit probierte er viele Einstellungen aus, habe aber nie ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen können. Nun hat das erfolglose Experimentieren ein Ende.

Die Areuse liegt auf 800 Metern im Neuenburger Jura und erstreckt sich über rund 30 Kilometer. Im ersten Abschnitt bei Boudry, wo die Foto-Tour beginnt, ist der Fluss noch ruhig. Je weiter es in das Innere der Schlucht vorzudringen gilt, desto wilder wird das inzwischen blaugrün tobende Wasser. Der Fluss rauscht mittlerweile mit lautem Getöse entlang moosbewachsener Steine, die in einem kräftigen Grün leuchten, sobald sie mit einem Tropfen in Berührung kommen. Dieser Schauplatz gleicht einem verwunschenen Märchenwald, der die Zeit vergessen lässt.

Immer mehr zieht die Kulisse die Teilnehmer in ihren Bann, die Stunden scheinen nur so zu verstreichen. Bei einem Picknick mit vorzüglichem Käse aus der Region genießen alle die unberührte Natur abseits der Zivilisation und verinnerlichen die hilfreichen Informationen zu den Variablen Zeit, Blende und ISO-Empfindlichkeit, die Bernd Ritschel geduldig erläutert. Am Ende des Tages ist das eigentliche Ziel der Wanderung noch sehr weit entfernt, aber die Speicherkarte der Kamera voll. Eine erfüllte Zeit liegt hinter den Teilnehmern. Dass der Ausflug in die Schlucht noch um ein Vielfaches zu toppen sein würde, liegt bis dahin fern jeglicher Vorstellungskraft.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 06/2016.

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