Wasser-Marsch

Flusswandern auf dem Iseltrail

Der Iseltrail führt von der mediterranen Dolomitenstadt Lienz in die Abgeschiedenheit der Alpinwildnis am Gletschertor des Umbalkees. Entlang an Auen, Schotterbänken, Schluchten, Stromschnellen und tosenden Wasserfällen erleben Wanderer die Kraft des längsten noch frei fließenden Gletscherflusses der Alpen. Unterwegs öffnet sich eine Landschaft, deren Erscheinungsbild von der archaischen Kraft des Wassers täglich neu geprägt wird.

 

 

Text/Bilder: Birgit-Cathrin Duval

Sigi Hatzer lehnt lässig an seiner zwei Meter langen Alpenstange, einem Spornstab aus Haselnuss, und blickt hinauf zum Gletscher, die in Osttirol »Kees« genannt werden. Der drahtige Bergführer mit Geißbart und blauen Augen trägt eine enge Shorts, als wolle er eben mal schnell einen Bergmarathon laufen. Der Aufstieg von der Clarahütte zum Gletscher ist für den 57-Jährigen, der bereits 1.000 Besteigungen des Großvenedigers vorweisen kann, kaum mehr als ein Spaziergang »Dort oben ist 1941 ein Ju 52-Flugzeug abgestürzt«, erzählt Sigi. Auf 3.200 Metern, bei minus 30 Grad, zehn Soldaten, verletzt, aber am Leben. Drei wagten den Abstieg und ihnen gelang das Unmögliche: Sie schafften den Weg durch die Eismassen und Spalten des Umbalkees, holten Rettung und überlebten.

Wir befinden uns auf der fünften Etappe, kurz vor dem Ursprung der Isel, einem der letzten ungezähmten Alpenflüsse, der sich – frei von jeglicher Entnahme oder Nutzung – wild ins Tal stürzt. Hier oben, kurz vor dem Ursprung, plätschert die Isel als munterer Gebirgsbach. Dass ich ihre Kraft am eigenen Leib erfahren sollte, ahne ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.


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