Von Meer zu Meer

Auf dem GR 10 vom Mittelmeer bis zum Atlantik

Der GR 10, der Pyrenäenweg, durchquert die französischen Pyrenäen auf über 850 Kilometern. Auf dem Weg vom Mittelmeer zur Atlantikküste sammelt man unglaubliche Erinnerungen und vielfältige Landschaftseindrücke ein. Von den sanften Küstenregionen über eindrucksvolle Schluchtenlandschaften bis hin zu atemberaubenden Hochgebirgen ist alles geboten.

 

Text/Bilder: Annika Müller

 

Nahezu unbewegt breitet sich das Meer vor unseren Füßen aus. Es rollt in ganz sanften Wellen bis zu der Stelle, wo wir uns mit unseren schweren Rucksäcken im Sand niedergelassen haben. Zieht sich die Welle zurück, bleibt ein dünner Wasserfilm auf dem festen Sand zurück, der die rötlich gefärbten Wolken des Abendhimmels spiegelt. Ruhe und absolute Harmonie macht sich in uns breit – und Müdigkeit, große Müdigkeit. Denn bis wir hier an den Strand von Hendaye im französischen Baskenland gelangt sind, haben wir bereits einiges geleistet: Zwei Wochen lang waren wir durch die französischen Pyrenäen gewandert, von Arrens im Departement Hautes-Pyrénées bis zur Atlantikküste.

 

Ein Bad im Meer als Auftakt

Dabei folgten wir dem GR 10, einem Fernwanderweg, der von Banyul-sur-Mer am Mittelmeer bis an die baskische Atlantikküste führt. Über 882 Kilometer folgt der Pyrenäenweg der 450 Kilometer langen Gebirgskette, die genau wie die Alpen ein Faltgebirge ist. Anders als der nahezu parallel verlaufende GR 11, der als Transpirenaica bekannt ist, verläuft der GR 10 überwiegend auf französischem Gebiet. Dazwischen verläuft noch ein dritter Fernwanderweg, der allerdings bergsteigerisches Können erfordert: Die Alta Ruta Pirenaica oder Haute Randonée Pyrénéenne.

Nun sitzen wir also hier am Strand von Hendaye, das vom spanisch-baskischen Irun, in dem der GR 11 endet oder startet, nur durch eine Brücke getrennt ist. In unserem Kopf läuft der Erinnerungsfilm ab mit Bilder der letzten Tage und Wochen, die so intensiv und voller Landschaftseindrücke und Begegnungen waren, dass es uns schwer fällt, die Höhepunkte festzulegen.

 


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Die GPS-Daten wurden von unseren Autoren und dem Verlag erfasst und nach bestem Wissen überprüft. Abweichungen oder Fehler können allerdings nicht ausgeschlossen werden, da sich zum Beispiel auch die Gelände-Situationen zwischenzeitlich verändern können. Sachverstand in der Beurteilung der jeweiligen Gegebenheiten vor Ort ist also unabdingbar.


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 05/2021.

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