Schladminger Tauern Höhenweg

Gipfel, Grate und Glücksgefühle

Südlich des Dachsteinmassivs erhebt sich eine spektakuläre Bergwelt mit zerklüfteten Bergen und traumhaften Seen. Die fünftägige Bergtour durch hochalpines Gelände erfordert gute Kondition und Schwindelfreiheit, belohnt wird die Anstrengung mit grandiosen Eindrücken, urigen Hütten und Hochgefühlen.

 

Text/Bilder: Birgit-Cathrin Duval

 

In der Gipfelbahn zum Hochwurzen ist mir mulmig zumute.  Alpines Gelände, teilweise mit Stahlseilen gesichert, spukt mir im Kopf herum. Der Schladminger Tauern Höhenweg stellt mich vor meine bislang größte Herausforderung, was Bergwandern anbelangt. Ich bin froh, dass meine Freundin und Kollegin Iris, eine erfahrene Bergsportlerin, mit dabei ist. Die ersten Tage begleitet uns der Schladminger Bergführer und Fotograf Herbert Raffalt. Zwischen dem drahtigen, charmanten Alpenburschen und uns Mädels stimmt die Chemie sofort. Zwar habe ich noch immer gewaltigen Respekt, bin in seiner Obhut jedoch etwas zuversichtlicher, dass ich die 45 Kilometer packen werde.

Es ist bereits Mitte September und das Wetter in den Bergen gibt sich launisch. Wolken, Wind und Regen lassen uns bald nach dem Aufbruch von der Bergstation nach den warmen Jacken greifen. Der Pfad, ein helles Band zwischen den mit Gras und Gebüsch bewachsenen Bergen, führt uns in stetem Auf und Ab über die Höhenrücken von Rossfeld, Guschen und Hochfeld, was im Wanderführer als „unschwierig“ bezeichnet wird. Mir ist jedoch klar, dass die heutige Etappe, mit 11 Kilometern und 800 Höhenmetern im Aufstieg und fast genauso viel im Abstieg, alles andere als ein Spaziergang wird.

Mit jeder Stunde wird die Landschaft weiter und wilder. Die grünen Hügel gehen fast unbemerkt in eine felsige, steinige und schroffe Bergwelt über. Und dann, auf einmal, tief unter uns, ein funkelnder graublauer Spiegel, der Brettersee, auf dem das Wasser die Wolken kr uselt. Die Schladminger Tauern gehören zu den vielfältigsten Gebirgsgruppen in den Ostalpen, erzählt Herbert.

 


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Die GPS-Daten wurden von unseren Autoren und dem Verlag erfasst und nach bestem Wissen überprüft. Abweichungen oder Fehler können allerdings nicht ausgeschlossen werden, da sich zum Beispiel auch die Gelände-Situationen zwischenzeitlich verändern können. Sachverstand in der Beurteilung der jeweiligen Gegebenheiten vor Ort ist also unabdingbar.


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 06/2021.

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