Nordkarelien

Im Angesicht des Bären im finnischen Hossa-Nationalpark

Die Finnen lieben ihre Wälder. Sie gaben ihnen schon immer Nahrung und Schutz. Der Norden Kareliens ist an der russischen Grenze noch wild und geheimnisvoll. Ein Traum für Wanderer und Paddler, wovon sich Thorsten Brönner selbst überzeugen konnte.

Bilder/Text: Thorsten Brönner

Die ganze Woche über war es so still im Wald wie auf einem Friedhof, und jetzt jagt ein Schwarm Möwen kreischend in Richtung russische Grenze. Ich muss an den Roman »Moby Dick« denken, in dem die Seevögel den Weißen Wal ankündigen. Hier im finnischen Nordkarelien sind sie die Vorboten für ein anderes Großtier. Der Himmel ist bleigrau. Ein Lüftchen weht Fischgeruch heran. Wir biegen in einen Pfad. Zwei Minuten später zwischen Birken und Weidenröschen ein brauner Rücken – ein Bär!

Verirrt euch nicht ins „Putin-Land“!

Seit einer Woche ziehen wir durch die finnischen Wälder. Wir, das sind fünfMädels und fünf Jungs aus Deutschland und Österreich. Damit weder Gretel noch Hänsel im Wald ihr Ende finden, lotsen uns zwei Reiseleiter durch die Wildnis. Jennifer Thiem, 38 Jahre alt, aus Oberfranken, und der 50-jährige Finne Kimmo Kiimalainen. Die Hütte Jatkonsalmi Pääpirtti dient in den ersten drei Tagen als Basecamp. Ein in Schwedenrot angestrichenes Haus im Herzen des Hossa Nationalparks. Im Wohn- und Speisezimmer hat Kimmo den Wetterbericht auf eine Tafel gemalt: jeden Tag Wolken, ein wenig
Sonne, kein Regen. Zu Beginn der Woche sieben Grad, gegen Ende 20 Grad. Daneben der Wochenplan mit dem Streckenverlauf. Ich erkenne eine gewundene Linie, Hütten, ein Ruderboot. Links steht Finnland –EU–. Rechts gestrichelte Linien, mittendrin prangt, wie als Warnung, der Schriftzug »RUSSLAND«. Kimmo deutet auf die Schraffur und grinst: »Das Allerwichtigste ist, dass wir uns nicht ins ‘Putin-Land’ verirren.« Wir wissen ja noch nicht viel über die pelzige Gefahr, die im Grenzland umherschleicht.


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