Korsika – Traumflecken im Mittelmeer

Genussvoller Aktivurlaub zu Wasser und Land!

Korsika ist die drittgrößte Insel des westlichen Mittelmeers und erstreckt sich auf einer Länge von 183 Kilometern und einer Breite von 83 Kilometern. Die gebirgigste Insel des Mittelmeers (mit mehr als 50 Gipfeln, die höher als 2.000 Meter sind) ermöglicht Touren mit Hochgebirgs-Charakter, aber auch Genusswanderungen sind durch die küstennahen Ebenen kein Problem – beste Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Trekking- und Wanderurlaub für Aktivurlauber und Familien.

 

Abb.: Beboy/Fotolia.com

 

Insgesamt kann Korsika mit mehr als 1.000 Küstenkilometern und weitläufigen Sandstränden aufwarten. Dazwischen: malerische Buchten, die zu einem eher einsamen Badeerlebnis einladen. Und charakteristisch für alle Strände ist das sehr klare und türkis schimmernde Wasser. Traumhaft!

 

Duftparadies und Artenvielfalt

Im Gegensatz zu vielen anderen, oft trockenen Mittelmeerinseln weist die Pflanzen und Tierwelt Korsikas eine beeindruckende Artenvielfalt auf. Hier wachsen über 2.000 verschiedene Pflanzen. Außerdem wird Korsika aufgrund der waldreichen und blühenden Vegetation auch als »duftende Insel« beschrieben. Allen voran ist hierfür die Macchia »verantwortlich«, ein immergrünes Dickicht aus Myrte, Rosmarin, Zistrose, Baumheide, Ginster, Thymian, Lorbeer, Lavendel und Wacholder, welches sich über die gesamte Insel legt und einen typischen aromatischen Geruch verströmt. Auch die korsische Immortelle (auch »Italienische Strohblume« oder »Currykraut«) duftet intensiv krautig und süß, ihre goldgelben Blüten kommen u. a. auch in der Naturkosmetik zum Einsatz.

Das Symboltier der Korsen ist der im Gebirge lebende Mufflon (es steht für Frieden und Freiheit) – das einzige Wildschaf Europas. Manche Wanderer haben Glück und können im Ascotal, im Cinto- oder Bavella- Massiv das Tier beobachten.

Eine Möwenart, die innerhalb Frankreichs nur auf Korsika nistet, ist die Korallenmöwe mit auffällig korallenrotem Schnabel. Ebenfalls erwähnenswert ist der Fischadler, der vom Aussterben bedroht war, aber durch die Schutzmaßnahmen der Naturparks überlebte. Heute gibt es wieder etwa 38 Fischadlerpaare auf Korsika!

Und an der Ostküste der Insel treffen Wanderer u. a. auch auf Land- und Sumpfschildkröten. Tipp: Besuch des kleinen, aber feinen Schildkrötenparks »Village des Tortues« in Moltifao, wo man die typisch korsische Schildkröte, Tortue d’Hermann, kennenlernen kann.

 

Abb.: © lettas/AdobeStock

 

Der regionale Naturpark Korsika

Zu Fuß durch die ursprüngliche Natur Korsikas kann man durch den etwa 350.000 Hektar großen Regionalen Naturpark Korsika »Parc Naturel Régional de Corse« (PNRC) streifen, der etwa 40 Prozent der Landesfläche umfasst. Zum PNRC gehören 143 Gemeinden in den Departements Haute-Corse und Corse-du-Sud sowie sechs Naturschutzgebiete (Bouches de Bonifacio, Étang de Biguglia, Îles Cerbicale, Îles Finocchiarola, La Scandola und Tre Padule de Suartone), die über die ganze Insel verteilt sind. Durch den Naturpark führt unter anderem der bekannte Fernwanderweg Grande Randonnée 20 (GR 20). Insgesamt gibt es hier ein Netz von 1.500 Kilometern an Wanderwegen, die es zu entdecken gilt.

Wer gerne auf (noch) unbekannteren Pfaden unterwegs ist, dem seien die »Mare a Mare-« und »Mare eMonti«-Routen ans Wanderherz gelegt. Das sind sechs mittelschwere Bergtouren, die in fünf bis zehn Tagen mit Tagesetappen von vier bis sechs Stunden zurückgelegt werden können.

Auf den Wegen findet man Unterkünfte in den Dörfern (Reservierung empfohlen!). Man kann auch einen Gepäck-Transport zwischen den einzelnen Gîtes organisieren.

 

Kulturgeschichtliche Tipps

Funde belegen, dass Korsika bereits seit über 40.000 Jahren besiedelt ist. Die »Dame von Bonifacio«, die ältesten menschlichen Überreste der Insel, sind 6570 v. Chr. datiert und weilen im Museum in Levie im Alta Rocca. Kulturliebhaber, aufgepasst! Überhaupt gibt es einige interessante Museen auf Korsika. Auch hierfür sollte während des Aktivurlaubs also genügend Zeit eingeplant werden.

Wer sich grundsätzlich für Geschichte interessiert, sollte das Geburtshaus Napoleons, das Maison Bonaparte in Ajaccio, der Hauptstadt der Insel, auf seiner Liste haben: Dort sind alte Gemälde, Mobiliar, Münzen u. v. m. zu sehen. Ebenfalls spannend: das Musée Pascal Paoli. Pascal Paoli wird als »Vater Korsikas« bezeichnet.

Aber auch wer sich gerne Bauwerke und Relikte der Vergangenheit während einer Wander- oder Trekkingtour anschaut, wird auf Korsika nicht enttäuscht, genannt seien hier beispielsweise die Viadukte im römischen Stil wie die Brücke von Mezzavia oder Korsikas steinerne Wächtertürme, die auf Landzungen, hohen Felsen oder mitten in Dörfern zu finden sind: die Genuesertürme (»tours génoises«).

 

Abb.: © Sylvain Alessandri

 

Korsisches Kunsthandwerk

»Handwerk hat goldenen Boden«, weiß der Volksmund. Auf Korsika haben einige Handwerksbetriebe viele Stürme des Wandels überdauert und öffnen Besuchern heute einzigartige Fenster in längst vergessen geglaubte Zeiten. Kleine Verkaufswerkstätten beweisen mit innovativen Ideen, wie traditionelles Handwerk auch im 21. Jahrhundert noch fasziniert. So werden etwa Spielzeug, Pfeifen und Haushaltsgegenstände aus Erlen-, Oliven-, Buchen- oder Baumheideholz gefertigt, gefragt ist auch das korsische Messer, das »Messer der Hirten«, »curnicciolu« genannt, sowie Kleidung aus Wolle der korsischen Schafe. Des Weiteren trifft man z. B. auf Töpfer, Goldschmiede, Geigenbauer und Schmuckhersteller. Der Besuch einer korsischen Kunst- und Handwerksmanufaktur sollte also keinesfalls fehlen.

 

Hier mundet’s!

Das Mittelmeer liefert täglich frischen Fisch, die Gärten versorgen mit mediterranem Gemüse und Südfrüchten, die Aromen von Marmelade und Gewürzen kommen von der Macchia, der Wald offeriert Wildbret; nicht zu vergessen: das gesunde Olivenöl, die korsischen Maronen und der Wein (sehr beliebt ist Rosé), der in allen sonnigen Winkeln der Insel angebaut wird – die oftmals italienisch und provenzalische Küche auf Korsika ist zweifelsohne für Nase, Auge, Geist und Gaumen ein Fest der Sinne!

Eine typische korsische Delikatesse ist der Käse Brocciu (»König der korsischen Käse«), der »nature« mit zum Beispiel etwas Zucker verzehrt wird, aber auch als Füllung für Omelettes, Nudeln und Gebäck zum Einsatz kommt.

 

Abb.: © Eva Bocek/AdobeStock

 


 

 

 

 

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