Heiße Wandersohlen auf dem Schwäbischen Vulkan

Unterwegs auf dem Gustav-Ströhmfeld-Weg auf der Schwäbischen Alb

Am Fuße der Schwäbischen Alb zieht sich der Gustav-Ströhmfeld-Weg von Metzingen nach Neuffen. Abwechslungsreiche Landschaftsphänomene machen die sportive Wanderung im Frühling, Sommer und Herbst sehr reizvoll. Sie präsentiert Alb-Klassiker wie Traufkanten, Magerwiesen und Wacholderheiden und bittet zum Tanz auf dem Schwäbischen Vulkan. Einige Vulkanschlote sind auf der Strecke zu erobern, bieten grandiose Aussichten und Einblicke in die Schichtstufenlandschaft des Mittelgebirges in Baden-Württemberg.

 

Text: Silke Rommel /Bilder: Thomas Rathay

 

Einfach loswandern, das sollte man am Metzinger Bahnhof auf keinen Fall, denn gerade mal fünf Minuten entfernt liegt der Kelternplatz. Dort steht ein Arrangement von sieben denkmalgeschützten Keltergebäuden aus dem 17. Jahrhundert. Mittwochs und samstags findet am Vormittag der Wochenmarkt statt. Regionale Erzeuger bieten Gemüse, Obst,Wurst- und Backwaren an. Eine bunte, appetitanregende Szenerie und wir decken uns mit duftenden schwäbischen Brezeln, Seelen, Saitenwürstle und Radiesle ein.

Kulinarisch gut versorgt, kehren wir zurück an den Bahnhof. Der Einstieg des 2012 komplett erneuerten Gustav-Ströhmfeld-Wegs ist nicht zu übersehen. Schnell zeigt sich die enge Verbindung von Metzingen zum Weinbau, denn der Weg führt uns direkt in den Weinberg, die Metzinger Hofsteige. Metzingen liegt mitten im Einzugsgebiet des Schwäbischen Vulkans. Dieser kam vor rund 17 Millionen Jahren, in einem 20-Kilometer-Gürtel rund um Bad Urach, an etwa 360 Stellen zum Ausbruch. Basalt-Tuff wurde an die Oberfläche katapultiert. Diesem geologischen Spektakel ist es zu verdanken, dass es am Fuße der kalksteinreichen Schwäbischen Alb diese fruchtbare Unterlage gibt.

Auf rund 35 Hektar Weinbergen sonnen sich Silvaner und Spätburgunderreben. Wir haben vorgesorgt und uns bereits im Vorfeld der Tour mit einem Fläschchen Silvaner trocken der Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen eingedeckt. Zahlreiche kleine Weinberghäuschen, in denen früher die Wengerter, wie die Winzer hier genannt werden, ihre Gerätschaften aufbewahrten, zieren die Weinberge. Das Herlishäusle ist ein ganz besonderes Exemplar, denn in jedem seiner Ziegel haben Verliebte und Wanderer kleine Sprüche eingeritzt.

 


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