Bretagne

Auf Schmugglerpfaden an der Iroise-Küste

Sie wollen die ursprüngliche Bretagne erleben, wo so gut wie kein menschlicher Eingriff in die natürliche Umgebung erfolgt ist? Dann ist die Iroise-Küste genau richtig. Das dachte sich auch Björn Nehrhoff von Holderberg und hat sich auf den Weg von Brest nach Brélès gemacht.

 

Text/Bilder: Björn Nehrhoff von Holderberg

 

Die Küste des „Mer d’Iroise“ liegt ganz im Westen der Bretagne und gilt als einer der unberührtesten Küstenabschnitte Frankreichs. Die schroffen Uferlandschaften mit ihren vom Meer umtosten Felszacken waren immer schon nur sehr schwer zug nglich. So hat sich die Gegend in überraschend urwüchsiger Form erhalten. Wie wunderbar, dass auch ein Wanderweg direkt am Meer entlangführt und charmante Dörfer, weite Sandstrände, pittoreske Leuchttürme und beeindruckende Felsenlabyrinthe hautnah erlebbar macht.

Zu früheren Zeiten patrouillierte auf dem schmalen Küstenpfad eine Zöllnerbrigade. Die Suche nach Schmugglern, Strandräubern und Piraten war eine beschwerliche und nicht ganz ungefährliche Aufgabe, ließen sich die Spießgesellen doch nicht so einfach ins Handwerk pfuschen. Es gab viel zu verlieren, je nach Straftat auch das Leben.

Viel friedlicher als zu damaligen Zeiten beginnt die heutige Wanderung auf dem ausgewählten Teilabschnitt zwischen Brest und Brélès am Rade de Brest, einer tief ins Land ragenden Bucht des Atlantiks. Im geschäftigen Brest, der größten Stadt in der westlichen Bretagne, ist das Leben entsprechend maritim geprägt. So ankert in der geschützten Bucht auch die französische Atlantikflotte. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist auch der Handelshafen. Da die Stadt im Zuge der Rückeroberung des Lands von den Deutschen im Zweiten Weltkrieg durch Bombardierungen der Alliierten quasi dem Erdboden gleichgemacht wurde, ist historische Substanz selten. Von manchen Franzosen wird Brest daher als gesichtslose Planstadt betrachtet, die mit zweckdienlichen Betonbauten daherkommt.

 


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