Editorial

Hallo, liebe Leserinnen und Leser!

WINTER, QUO VADIS?

Während ich diese Zeilen schreibe, scheint die Sonne ins Zimmer. Das Thermometer auf dem Balkon zeigt 15 Grad – plus! Eigentlich ideales Wanderwetter. Wenn es nicht mitten im Winter wäre. Ich lebe im Schwarzwald und selbst auf dem höchsten Gipfel, dem 1.493 Meter hohen Feldberg, ist mehr Grün als Weiß zu sehen. Die Schneeschuhe verstauben im Keller, für die neuen Winterstiefel und Daunenjacke ist es viel zu warm.

 

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Abb.: Birgit-Cathrin Duval

 

Für mich gibt es nichts Schöneres, als auf Schneeschuhen durch eine tief verschneite Winterlandschaft zu gehen. Doch was tun, wenn der Schnee einfach nicht kommen will? Dann schnüre ich statt der Schneeschuhe eben die Wanderschuhe. Ein Winterwald strahlt auch ohne Schnee Anmut und Ruhe aus. Natur und Tierwelt halten Winterruhe und sammeln Kräfte für das bevorstehende Frühjahr.

Doch es gibt sie, die Gegenden, die keinen Mangel an Neuschnee haben. Tirol gilt als schneesicher und verfügt über ein hervorragendes Netz an Schneeschuhtrails, Loipen und Winterwanderwegen.

Weil Winterwandern immer mehr zum Trend wird, wurde der 1. Winter-Weitwanderweg eröffnet, der bei Seefeld in Tirol auf 1.100 Metern Höhe liegt und bis zur Wettersteinhütte auf über 1.700 Metern führt. In vier Tagen geht es auf gewalzten Winterwanderwegen durch das verschneite Leutasch- und Fludertal, hinauf zum Brunschkopf und ins Katzenbachtal und wieder hinauf zur Wettersteinhütte. Die Route eignet sich für Anfänger und alle diejenigen, die im Winter nicht auf Skiern unterwegs sind. Mehr dazu lesen Sie in meinem Bericht in dieser Ausgabe.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen und hoffentlich jede Menge Schnee – ob im Schwarzwald oder wo auch sonst Sie unterwegs sind!

 

Ihre Birgit-Cathrin Duval | Autorin trekking-Magazin