Nässe, harte Touren, Schweiß und doch angenehm zu tragen: Ansprüche an den Trekkingschuh sind hoch

Früher nannte man es Wandern, heute heißt es Trekking: Wenn Menschen sich auf den Weg machen, über Tage und Woche weite Strecken zurücklegen und dabei immer zu Fuß unterwegs sind. Trekking kann einen Tagesmarsch von 30 Kilometern bedeuten, kann in schwierigem Gelände auf fünf Kilometer am Tag beschränkt sein, kann aber auch die Alpenüberquerung zu Fuß im Rahmen des Jahresurlaubs ermöglichen.

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Bildquelle Pixabay

Viele kurze Strecken oder langes Trekking?

Während sich für kurze Touren von mehreren Stunden Multifunktionsschuhe ganz gut eignen, erfordert Trekking im Gebirge tatsächlich Trekking- oder Wanderschuhe. Die sind robuster, bieten mehr Trittsicherheit und sollten perfekt sitzen. Dazwischen ist natürlich sowohl streckenmäßig als auch in Sachen Schuhen alles möglich. Wer längere Strecken insbesondere in schwierigem Terrain mit Schuhen zurücklegt, die drücken oder zwicken, seitlich oder hinten zu locker sitzen, der riskiert den Spaß am Laufen. Falsch sitzende Trekkingschuhe verursachen im besten Fall Blasen und Druckstellen, im schlimmsten Fall generieren sie schmerzhafte Stürze mit ernsten Folgen. Aus diesem Grund haben Trekkingschuhe einen hohen Schaft, der den Knöchel stützt.

Der richtige Zeitpunkt für den Schuhkauf

… ist der Nachmittag. Denn der Fuß schwillt im Lauf des Tages etwas an und kann nachmittags eine ganze Nummer größer sein als am Morgen. Damit der Trekkingschuh immer gut sitzt, muss er vor allem am Nachmittag richtig passen. Der Rest lässt sich über die Schnürbänder regulieren. Außerdem müssen in der Regel mehrere Stunden für den Schuhkauf eingeplant werden, denn einen passenden Schuh findet man nicht so einfach.

Gute Schuhgeschäfte und Läden für den Outdoor-Bedarf lassen den Kunden die Zeit, sich in die dicken Wandersocken zu kleiden und jeden einzelnen in Frage kommenden Schuh ausgiebig zu testen. Die Geschäfte stellen normalerweise schrägen und Kiesbett oder Steine zur Verfügung, damit der Sitz und die Stützfunktion des Schuhs unter „realen“ Bedingungen geprüft werden können.

Ein guter Schuh braucht Zeit, um sich der Fußform anzupassen. Deshalb sollte der Schuh etwa zehn bis fünfzehn Minuten nach dem Anziehen noch einmal nachgeschnürt werden. Erst dann sitzt er perfekt und kann richtig getestet werden. Beim Laufen lohnt es, auf den Abrollpunkt zu achten: Der sollte genau unter dem Ballen sitzen und ein geschmeidiges Abrollen ermöglichen.

Gute Schuhe brauchen Pflege

Trekkingschuhe sind eine kostenintensive Angelegenheit und bringen nur lange Freude, wenn sie entsprechend gut behandelt werden. Nach jeder Wanderung sollte der grobe Schmutz mit einer weichen Bürste vom Schuh entfernt und mit kühlem Wasser nachgespült werden. Denn Schmutz kann das Leder austrocknen und brüchig machen. Der feuchte Schuh wird mit einem Imprägnierspray behandelt, das so besser einziehen kann als auf trockenem Material. Fühlt sich der Schuh trocken und das Leder brüchig an, sollte Lederwachs aufgetragen werden. Das darf aber nur auf den sauberen und trockenen Schuh gebracht werden.

Wird ein Wanderschuh ausgiebig getragen, bekommt auch etwas Schweiß ab. Wenn der Schuh müffelt, sollte er innen mit lauwarmem Wasser und eine Spritzer Wollwaschmittel gereinigt werden.

Gute Schuhe von namhaften Herstellern

Trekkingschuhe sind mit 800 g oder mehr je Schuh recht schwer. Die Schuhe kosten selten weniger als 180 Euro, eher mehr. Hersteller im Trekkingbereich sind Mammut, Lowa, Meindl, aber auch Salewa und Scarpa. Unterschieden werden muss, abhängig von der geplanten Tour, zwischen Wander-Halbschuhen, Wanderschuhen, Trekkingschuhen, Trekkingsstiefeln, Schweren Trekkingstiefeln, Bergstiefeln und Expeditionsstiefeln. Die Einteilung in die Kategorien A bis D bieten eine grobe Orientierung: A sind Wander-Halbschuhe, D sind Expeditionsstiefel. Firmen wie The North Face bieten nicht nur verschiedene Schuhe, sondern auch passend dazu die richtige Outdoor-Bekleidung. Die Markenprodukte lassen ihre Materialien und die fertigen Schuhe unter realen Bedingungen testen, bevor sie in den Handel kommen. Man kann also wirklich Qualität erwarten, und das sieht man an der meist sehr großzügig ausfallenden Garantie, die die Hersteller geben (von mehreren Jahren bis ein Leben lang).

 

 

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