Marktübersicht Robuste Trekkingschuhe

Gut zu Fuß

Wochenlange Weitwanderungen mit Hütten oder Wildnistreks mit Zelt und schwerem Gepäck verlangen stabile Schuhe mit griffigem Profil, im Gelände oder Gebirge auch hohe Seitenstabilität und Felstauglichkeit. Wir zeigen Ihnen, welches Modell wofür taugt.

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Text: Christian Schneeweiß / Bild: Dachstein

Die teils auch unter Backpacking geführten, robusten Trekkingschuhe ermöglichen es, mehrtägige Touren mit schwerem Rucksack zu gehen, ohne das Risiko umzuknicken, den Fuß zu überlasten oder nennenswerte Verschleißerscheinungen am Schuh. Die stabilen Stiefel mit höherem Schaft vermitteln nicht nur auf schlechten Wegen, sondern auch an steilen Hängen und auf grobem Schutt, gebirgstauglichere Modelle auch in Felspassagen oder im angetauten Firnfeld Trittsicherheit. Gegenüber mittelhohen Trekkingschuhen zum anspruchsvolleren Wandern kosten robuste Modelle mehr, rollen wegen steiferer Sohle meist etwas unrund ab und passen sich weniger bis kaum dem Fuß an. Sie wiegen heute in Größe 46 meist gut 1,6 Kilogramm, weichere Leichtmodelle nur zirka 1,4 kg (La Sportiva, Salomon, Dachstein) und besonders robuste und steife bis 2 kg (Aku, Hanwag, Zamberlan).

Material und Verstärkung

Robuste Trekkingschuhe bestehen normalerweise aus zähem Qualitätsleder, das wegen weniger Nähte (Keen fast nahtfrei) und meist glatter Oberfläche kaum Nässe saugt. Dauerhaft wasserdicht sind sie aber nur bei einer Membran (normalerweise Gore-Tex) im Textilfutter. Diese ist bei dampfdurchlässigeren, bei Wärme also angenehmeren Textilschuhen Pflicht, die genauso robust sein können (Mammut). Die beweglichere Schaftmanschette aus lederverstärktem Textil ist bis herunter zum Knöchelbereich mit anpassendem, den Fuß weich fixierendem Schaumstoff gefüttert. Die robusten Schuhe sind durch einen rundum laufenden Gummischutz (Gummirand) über der Sohle gegen Felsberührung und Geröll geschützt, der im Fersenbereich, bei gelände- und bergtauglichen Modellen auch an den Zehen hochgezogen ist. Allerdings reicht an der Ferse auch eine Lederverstärkung, sofern diese eine stabile Hohlform garantiert.

Schnürung und Schaft

Um einen für Auf- und Abstieg, einfachen und holprigen Weg jeweils optimalen Halt oder Komfort des Fußes im Schuh zu erreichen, sollte die Schnürung zweigeteilt sein: Zwischen den Ösen oder Schlaufen am Vorfuß und den Haken am Schaft sollte sich ein Spezialhaken zum Fixieren des Fußes und einer zum Herunterziehen der Schnürsenkel befinden (teils beide in einem), um den Fuß gegen die Fersenhöhlung zu drücken. Falls sich die Schnürung an den oberen Haken beim Gehen lockern sollte, muss man eine Doppelschleife binden.

Robuste Trekkingschuhe verhindern bei schwerer Last oder schwierigem Gelände mittels relativ steifer und hoher Schäfte sowie fester Fixierung des Knöchelbereichs im Schuh ein Umknicken des Fußes und Schäden am Knöchel und ermöglichen ein sicheres Gehen am Hang mit präzisem Tritt, ohne seitlich abzurutschen. Eine schmalere Schuhform ergibt einen festeren, eine breitere einen bequemeren Sitz des Schuhs am Fuß, während enge Modelle auch den Rist und den Vorfuß unverrückbar fest an die Sohle drücken. Hinzu kommt besonders für den Aufstieg ein fester Fersenhalt. Beides hängt natürlich auch von der individuellen Fußform und den Socken ab, die nicht verrutschen dürfen. Eine große Zugschlaufe als Einstiegshilfe ist am relativ hohen Schaft immer praktisch.

Die Sohle

Robuste Trekkingschuhe für schwere Lasten und anspruchsvolle Wege sollten eine relativ steife Sohle mit etwas flexiblerem Vorfuß besitzen, der an einer Knickstelle unterm Ballen abrollt. Komfortablere Sohlen sind vorn ergonomisch gerundet oder nur mittelsteif und vorn relativ flexibel, dann aber weniger geländetauglich bzw. weniger fußstützend. Für eine optimale Kantstabilität des Schuhs bei Querungen im Gelände oder über Firnfelder oder beim Stehen auf Felsleisten ist zusätzlich zum Seitenhalt im Schuh eine hohe seitliche Verwindungssteifigkeit (Torsionssteife) der Sohle erforderlich.

Je steifer die Sohle des Schuhs, desto unbeholfener das Gehen auf holprigen Wegen und umso häufiger das Ausrutschen auf Wurzeln. Hinzu kommt ein geringeres Bodengefühl als bei leichten Trekkingschuhen (außer Bergmodelle La Sportiva, Salewa, Scarpa, Mammut). Die Dämpfung der Sohle ist für schwere Lasten bzw. exakten Antritt allgemein härter. Dafür ist der Fuß vor durchdrückenden Steinen und Überlastung bei schwerem Gepäck geschützt.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 03/2016.

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