Waldwandern in Deutschland und das verkannte Paradies

Wenn die Deutschen das Reisefieber packt, streben sie meist in die Ferne. Exotik und unberührte Natur spielt für sie bei der Auswahl der Urlaubsdestination eine maßgebliche Rolle. Dabei wissen die wenigsten um die Schönheit deutscher Wälder, Gebirge und Küstenabschnitte. Besonders in den dichten Misch- und Nadelwäldern der Bundesrepublik wartet die eine oder andere Überraschung auf die Wanderer.

Waldwandern-in-Deutschland

© Thomas Northcut/Photodisc/Thinkstock

Waldschutz ist in Deutschland ein großes Thema

Der Jakobsweg, die berühmte Pilgerstrecke, wird allzu oft gleichgesetzt mit dem Streckenabschnitt von den Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela. Dass die schönsten Strecken des Jakobswegs in der Schweiz und in Deutschland zu finden sind, scheint noch nicht in das kollektive Bewusstsein der Wanderfreunde vorgedrungen zu sein. Doch es gibt Hoffnung: In sozialen Netzwerken und auf (internationalen) Reiseportalen gewinnt man mehr und mehr den Eindruck, dass Deutschland und seine verbliebenen Naturräume für Urlauber an Attraktivität gewinnen. Dass sich also Natur-Enthusiasten auf Posterjack vermehrt Motive wie die riesigen Felsformationen des Elbsandsteingebirges oder die von Buchenwäldern gesäumten Steilklippen der Ostseeküste auf eine Leinwand drucken lassen, kommt nicht von ungefähr. Die einstigen deutschen Urwälder, die zum Beispiel in den Märchen der Gebrüder Grimm eine maßgebliche Rolle spielen, existieren heute ja nur noch Stellenweise. Erfreulich ist aber, dass hierzulande viel für den Wald und seine tierischen Bewohner unternommen wird. In Mitteldeutschland können Wanderer durch den Nationalpark Hainich steifen, einem Waldgebiet, das weitestgehend sich selbst ¸überlassen wird und bald einem richtigen Urwald ähneln soll. Der Naturschutz wirkt sich auch positiv auf die heimische Fauna aus:

Welche Tiere uns in deutschen Wäldern begegnen

Wanderer konnten in Deutschland lange Zeit keine Seeadler beobachten ñ Pestizide hatten die mächtigen Greifvögel ausgerottet. Wölfe und Bären starben ebenfalls auf dem Bundesgebiet aus ñ die letzten wurden im Verlauf vergangener Jahrhunderte erlegt. Und auch andere Arten gab es lange Zeit nicht mehr auf heimischem Boden. Doch Gott sei Dank hat sich jüngst einiges getan: Es mag noch nicht jeden erreicht haben, doch derzeit leben in den deutschen Wäldern etwa 200 Woelfe, einzelne Elche (!), Luchse, Giftschlangen, riesige Wisente, Wildpferde (na ja, zumindest von Wildpferden abstammende Rassen wie die Koniks auf der Geltinger Birk), große Schwarzwildbestände und viele weitere Tiere. Stellenweise ist Deutschland eben doch ein echtes Naturparadies.

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