Wasser marsch!

Trekking mit Kindern auf der Hardangervidda

Ein Hauch von Hochgebirge, aber ohne große Höhenunterschiede, wild und dennoch gut durch Wege und Hütten erschlossen. Wen wundert es, dass die Hardangervidda das beliebteste Wandergebiet Norwegens ist – auch für Familien. Erik Van de Perre erzählt von seinen Reise-Erlebnissen.

034-040-Hardangervidda

Text: Erik Van de Perre

Die rettende Hütte erscheint so nahe und ist doch noch so weit weg. In Anbetracht des gigantischen Raums der Hardangervidda ist uns längst jegliches Gespür für Entfernungen abhanden gekommen. Fest steht nur, dass ein Gewitter aufzieht. Und es nähert sich verdammt schnell. Patschnass stoßen wir die Tür der Stigstuv hytta auf. Die behagliche Wärme und die verführerischen Düfte, die nach draußen dringen, machen vieles wett. In einem Nebengebäude wartet außerdem ein weiches Bett für die Nacht.

Talg für die Silbergruben

Von solchen Annehmlichkeiten konnten einst Reisende auf der größten Hochebene Europas nur träumen. Vor allem vom 17. bis zum späten 19. Jahrhundert war die Hardangervidda die wichtigste Verbindung zwischen Hardanger im Westen und dem Numedal im Osten. Schwer beladen mit Talg für die rasch expandierenden Silbergruben in Kongsberg, trotteten ganze Maultierkarawanen von Eidfjord mühsam hinauf. Von Stigstuv folgen wir streckenweise dem Verlauf der Store Nordmannsslepa. Die wichtigste Verkehrsader von einst zieht sich mancherorts wie eine breite Furche durch die vidda. Anderswo stehen noch Steinmännchen, die Mensch und Tier bei Nebel den Weg über die rauen Höhen zeigten. Heute ist es fast unmöglich, sich dort zu verlaufen. Dafür sorgt das rote T, das von Mitarbeitern des norwegischen Wandervereins Den Norske Turistforening (DNT) in regelmäßigen Abständen auf Felsen und Steine gepinselt wurde. Rauschende Flüsse, früher tückische Hindernisse, sind heute überbrückt. Darüber hinaus verfügt gerade der Nordosten des Plateaus über ein sehr dichtes Wanderhüttennetz, so dass dieses Gebiet für eine erste Trekkingtour mit den Kids Kimberli (10) und Maikel (11) geradezu prädestiniert erscheint.


GPS-Daten | Länge ca. 94 km | Webcode #3379 | GPX Track herunterladen
Das Passwort (eine PIN-Nummer) zum kostenlosen Download des GPX-Tracks finden Sie in der aktuellen trekking-Ausgabe (2/2017) auf Seite 5 (Inhaltsverzeichnis), ganz rechts unten. Die GPS-Daten wurden von unseren Autoren und dem Verlag erfasst und nach bestem Wissen überprüft. Abweichungen oder Fehler können allerdings nicht ausgeschlossen werden, da sich zum Beispiel auch die Gelände-Situationen zwischenzeitlich verändern können. Sachverstand in der Beurteilung der jeweiligen Gegebenheiten vor Ort ist also unabdingbar.


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 02/2017.

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trekking-Magazin 01/2017

 

 

 

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